Solarflüssigkeit wechseln: Wann und welche Frostschutzstufe brauchen Sie?
Die Solarflüssigkeit in Ihrer thermischen Solaranlage übernimmt gleich drei Aufgaben: Sie transportiert die Wärme vom Kollektor zum Speicher, schützt die Anlage vor Frost und verhindert Korrosion im Leitungssystem. Mit den Jahren lässt diese Schutzwirkung nach – Zeit für einen Check.
Warum Solarflüssigkeit altert
Solarflüssigkeit ist im Kollektor hohen thermischen Belastungen ausgesetzt. Mit der Zeit können sich die enthaltenen Inhibitoren (Korrosionsschutzstoffe) abbauen, der pH-Wert verschiebt sich, und die Frostschutzwirkung kann nachlassen. Unbehandelt steigt dadurch das Risiko für Korrosion im System und im Ernstfall für Frostschäden.
Woran erkennen Sie, dass ein Wechsel nötig ist?
- Deutliche Verfärbung der Flüssigkeit (z. B. ins Bräunliche) beim Ablassen einer Probe
- pH-Wert außerhalb des vom Hersteller angegebenen Bereichs
- Nachlassender Frostschutz bei einer Messung mit dem Refraktometer
- Herstellerempfehlung überschritten (viele Hersteller empfehlen eine Kontrolle alle 2 Jahre und einen Wechsel je nach Zustand etwa alle 5–6 Jahre)
Eine verlässliche Aussage liefert nur eine Messung – am besten im Rahmen der jährlichen Anlagenwartung durch einen Fachbetrieb.
Welche Tyfocor-Variante passt zu Ihrer Anlage?
Tyfocor bietet verschiedene Produktlinien für unterschiedliche Kollektortypen und Frostschutzanforderungen:
- TYFOCOR® L – für Flachkollektoren, Frostschutz bis -50 °C
- TYFOCOR® LS – für Röhrenkollektoren, Frostschutz bis -28 °C
- TYFOCOR® HTL – für Röhrenkollektoren mit höherer thermischer Belastung, Frostschutz bis -35 °C
- TYFOCOR® G-LS – für Röhrenkollektoren, Frostschutz bis -28 °C
Welche Variante für Ihre Anlage geeignet ist, richtet sich nach Kollektortyp, Klimazone und den Vorgaben Ihres Anlagenherstellers. Prüfen Sie im Zweifel die Herstellerdokumentation Ihrer Solaranlage oder lassen Sie sich beraten.
Solarflüssigkeit wechseln: Was Sie wissen sollten
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Anlage fachgerecht drucklos machen
Solaranlagen stehen unter Druck und können hohe Temperaturen erreichen. Das Ablassen sollte nur bei abgekühlter, drucklos gemachter Anlage erfolgen.
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Alte Flüssigkeit vollständig ablassen und System spülen
Rückstände der alten Flüssigkeit sollten vor der Neubefüllung möglichst vollständig entfernt werden, um Vermischungen unterschiedlicher Produktlinien zu vermeiden.
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Neu befüllen und entlüften
Die Anlage wird mit der passenden Solarflüssigkeit befüllt und anschließend sorgfältig entlüftet, damit die Zirkulation einwandfrei funktioniert.
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Systemdruck und Funktion prüfen
Nach der Befüllung sollten Betriebsdruck und Funktion der Anlage kontrolliert werden.
Der Wechsel der Solarflüssigkeit erfolgt bei den meisten Anlagen unter Druck und teils bei erhöhter Temperatur – wir empfehlen, diese Arbeit von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen oder zumindest die Anlagendokumentation genau zu befolgen.
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Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine fachliche Beratung. Beachten Sie stets die Vorgaben Ihres Anlagenherstellers.